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Dreams Of Sanity, die Band um die Ausnahmesängerin
Sandra Schleret, die Songwriter Christian Marx, Fredéric Heil, Andreas
Wildauer und den Konzept- und Textschreiber Michael Knoflach, haben sich nach
der Auseinandersetzung mit den Romanvorlagen "Komödia" von Dante Alighieri und "Das Phantom der Oper" von Gaston Leroux nun ein eigenes
Konzept erarbeitet, welches sich mit dem Spiel des Lebens auseinandersetzt.
Das Konzept, das sich über verschiedene Handlungsebenen erstreckt,
beginnt damit ("The creature that you came to
see"), dass der Protagonist vor den Vorhang einer Bühne gestellt
wird ("...Time to set the stones..." - wie ein
Spielstein an den Start gesetzt) und dem Publikum ankündigt, dass er nun
sein Leben aufführen muss. Dieses Spiel setzt sich nun Abend für
Abend fort und dient dazu, die voyeuristischen Gefühle des Publikums zu
befriedigen.
Musikalisch
gefühlvoll untermalt und getragen von der facettenreichen Stimme Sandra
Schleret's, beginnt die Kreatur nun mittels filigraner und nahezu progressiver
Arrangements wichtige Ausschnitte aus seinem Leben zu erzählen. Nach dem
Verlust der Wärme, des Friedens und der Geborgenheit im Mutterleib ("The beginning that lies"), folgt eine unglückliche
Liebesgeschichte - vielleicht erträumt, vielleicht geschehen ("The empress - Through the looking glass - A dream").
Die Geschichte findet einen musikalischen Höhepunkt in der Ballade
("A window to the sky"), in welcher sich der
Protagonist gegen den Freitod entscheidet, um dann wieder ins Leben zu finden
versucht ("And so on") und endet mit dem Tod
("We.ll.sea"), welcher gleichzeitig einen
Rückblick über sein Leben darstellt.
Die Kreatur tritt nun ab
("The creature that you came to see - reprise"),
um dem Publikum zu versichern, dass er all den Schmerz wieder durchleben wird,
sobald eine neue Vorstellung ansteht. Somit greift der Zuhörer direkt in
das Geschehen ein, da durch jedes weitere Anhören der CD der Protagonist
erneut auf die Bühne gestellt wird. Das Konzept des Albums "The Game" soll dem Zuhörer die Passivität des
puren Konsumenten rauben. Denn vieles was man im Fernsehen sieht, in der in der
Zeitung liest oder auf einer CD hört, ist nicht zur puren Unterhaltung
geeignet. Es liegt viel Leid in Erzähltem, dass nicht nach Betätigung
einer Fernbedienung verschwindet... oder ist doch das alles nur ein Spiel? .
Wie auf ihren vorhergehenden Alben sind Dreams Of
Sanity ihren Stillelementen treu geblieben und haben diese in einer
ausgefeilten Produktion und in komplexen Songstrukturen umgesetzt, welche ein
oberflächliches Konsumieren des Albums unmöglichen machen. Je
öfter man den Protagonisten auf die Bühne stellt, desto tiefer wird
man in seine Lebensgeschichte Einblick erhalten...
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